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Arctic Basecamp: Stimmen aus Davos 2025

Julia Hager 7. Februar 2025 | Arktis, Wissenschaft

Beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos vom 19. bis 24. Januar standen die Zeichen vorrangig auf Wirtschaft und Geopolitik, während der Klimaschutz in den Hintergrund zu rücken schien. Doch die Notwendigkeit für wirksame Klimaschutzmaßnahmen wird mit jedem Tag größer. Um die Aufmerksamkeit darauf zu lenken und der Wissenschaft ebenso Gehör zu verschaffen, schlug das Team von Arctic Basecamp auch in diesem Jahr seine Zelte in Davos auf.

Das Team, bestehend aus Arktis-Expert:innen und Wissenschaftler:innen, errichtete zum achten Mal ein reales Arktis-Forschungscamp vor dem Veranstaltungsort des WEF in Davos. Ihre Mission: Den Staats- und Regierungschefs Botschaften über globale Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel übermitteln.

Das vielfältige Programm des Arctic Basecamp wurde wiederum bestimmt von zahlreichen hochrangigen Akteuren und Nachwuchswissenschaftlern, die in Podiumsdiskussionen, Vorträgen und anderen Formaten ihr Anliegen «Science to Power» propagierten.

Die Climate Science Ambassadors des Arctic Basecamp Mayumi Sato (oben rechts) und Sofia Corradi (unten links), Youth Ambassador Storm Lewis (unten rechts) und die Scientists in Residence Mariah Seater (oben links) und Dr. James Grecian (Mitte). Fotos: Mayumi Sato, Storm Lewis, Arctic Basecamp

In diesem Artikel lassen wir die Climate Science Ambassadors Mayumi Sato und Sofia Corradio, Youth Ambassador Storm Lewis und die Scientists in Residence Mariah Seater and Dr. James Grecian, die an mehreren Veranstaltungen aktiv beteiligt waren, zu Wort kommen.

Mayumi Sato

Mayumi ist Doktorandin der Soziologie an der University of Cambridge. Außerhalb der Universität ist sie River Delta Advisor bei Planet Reimagined sowie National Geographic Explorer. Auf regionaler Ebene ist sie Mitglied des UN Women Asia and the Pacific 30 for 2030 Network, wo sie gemeinsam mit anderen jungen Menschen, Journalisten und Forschern über Umweltthemen und die Integration von Frauen im Sport in Asien berät.

Foto: Storm Lewis

„Ich denke, für viele von uns war das Treffen ein geschützter Raum und bot eine Atempause in einer so hektischen Woche. Diese Veranstaltungen können sich manchmal widersprüchlich anfühlen. Diese mächtigen Interessen, die ihre Agenda präsentieren, die Erzählungen von Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit vereinnahmen oder einfach nur das Rad neu erfinden oder „business as usual“ betreiben, können sich im Widerspruch zu unseren Werten und Hoffnungen für die Klimazukunft anfühlen.

Das Ziel von uns im Arctic Basecamp ist es, der Performativität entgegenzutreten, die Wissenschaft an die Macht zu bringen und die Erzählungen und die auf Gerechtigkeit ausgerichtete Arbeit, die wir in unseren Gemeinschaften leisten, sei es durch Freiwilligenarbeit, Forschung oder Engagement in der Gemeinschaft, einem breiteren Publikum vorzustellen. Als Forscher ist es wichtig, viele der falschen Vorstellungen über die Arktis und die von der Klimakrise am stärksten betroffenen Gemeinschaften zu zerstreuen.

Viele von uns Teilnehmern kommen aus arktischen Ländern, und für einige sind ihre Forschung und ihre täglichen Erfahrungen durch das Leben in der arktischen Region geprägt. Ich denke, dass es für die Delegation insgesamt wichtig ist, ihre Stimmen besonders in den Vordergrund zu rücken.

Dennoch denke ich, dass es ein öffentliches Gefühl der Distanz oder Abgrenzung gegenüber der Arktis gibt, weil sie ihre Relevanz für einen geografisch weit entfernten Ort vielleicht nicht direkt sehen. Aber eine Sache, die mir aufgefallen ist und über die ich mich mit anderen Botschaftern ausgetauscht habe, ist, wie sehr die Arktis mit anderen Kämpfen auf der ganzen Welt verbunden ist.

Von seiner Bedeutung für die globale atmosphärische Zirkulation über die Regulierung von Meeresströmungen bis hin zu seiner engen Verbindung mit indigenen Gemeinschaften und der Tierwelt — wir haben darüber gesprochen, dass ein unzureichender Schutz der arktischen Umwelt Welleneffekte hätte und weltweit katastrophale Auswirkungen nach sich ziehen würde. Die Arktis ist von grundlegender Bedeutung für die Stabilität der Ökosysteme, von Regenwäldern bis hin zu Flussdeltas, und die Erwärmung der Arktis beschleunigt bereits jetzt die Häufigkeit von Hitzewellen, Überschwemmungen und Sturmfluten weltweit. Wir müssen diese Zusammenhänge aufzeigen, damit jeder seine Rolle beim Schutz der Arktis erkennt.

Ich habe in dieser Woche viele Menschen und Organisationen aus dem Klimabereich getroffen und denke, dass es wichtig ist zu erkennen, dass diese Maßnahmen zum Klimawandel, die das Risiko oder den Fortschritt bewerten, gemeinsam mit den Gemeinschaften selbst gesammelt und analysiert werden sollten. Die Datensouveränität der Gemeinschaften ist wichtig, denn wenn von oben herab bewertet wird, wie die Menschen oder andere Lebensformen durch die Klimakrise beeinträchtigt werden, kann übersehen werden, wie das Leben von Gemeinschaften beeinflusst wird. Es gibt eine Menge großartiger gemeinschaftlicher Arbeit, die sich um die Datenerfassung und -bewertung an der Basis dreht, und ich hoffe, dass mehr Organisationen diese Art von Arbeit nutzen oder unterstützen können.“

Wie Wissenschaftler in einem echten arktischen Feldforschungscamp trotzten die Teilnehmer des Arctic Basecamps der Kälte und übernachteten in Zelten während ihrer Zeit in Davos. Foto: Mayumi Sato

Sofia Corradi

Sofia ist eine brasilianische Doktorandin im Bereich Umweltsystemanalyse und -modellierung an der Bundesuniversität von Minas Gerais. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Modellierung der Wiederherstellung multifunktionaler Ökosysteme im atlantischen Waldbiom. Ihr Schwerpunkt liegt auf den Erdsystemwissenschaften, und ihre Fachkenntnisse umfassen Landnutzung und Bodenbedeckung, Hydrologie und Klimatologie. Außerdem engagiert sie sich aktiv für den Umweltschutz auf lokaler und internationaler Ebene.

Foto: Mayumi Sato

„Jeden Januar versammelt sich die Macht in Davos, wenn CEOs, Präsidenten, Direktoren und andere Autoritäten zu ihrem jährlichen Treffen zusammenkommen. Doch Macht kann auch anders entstehen – wenn Menschen wie meine Kolleg:innen und ich, die sich auf diese Reise begeben, dort aufeinandertreffen, vielleicht zum ersten Mal, und ohne Barrieren gemeinsam Macht schaffen können.

Während unsere persönlichen und beruflichen Perspektiven mitschwingen, sprechen wir aus unseren jeweiligen Hintergründen mit einer gemeinsamen Botschaft: Wissenschaft ist der Grundpfeiler globalen Wohlstands und muss im Zentrum jeder Debatte über die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit stehen. Angesichts der zahlreichen Krisen und Konflikte dürfen wir nicht vergessen, Menschen und Natur in den Mittelpunkt zu stellen, um zukünftige Agenden zu gestalten. Indem wir diese Gespräche fördern, können diese beiden Formen von Macht voneinander lernen und bestehende Narrative neu formen.

Als Forscherin im Bereich der Erdsystemwissenschaften versuche ich, eine breitere Perspektive einzubringen und die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Interessengruppen zu erkennen und zu verstehen. Wenn wir beispielsweise betonen, dass empfindliche globale Regionen wie die Arktis besonders schnell auf steigende Temperaturen reagieren, müssen wir gleichzeitig verdeutlichen, dass dies die Bedrohungen für klimagefährdete Gebiete weltweit verstärkt. Es liegt in der Verantwortung der globalen Führungskräfte, sich innerhalb ihres Einflussbereichs mit Klimaschutz, Anpassung sowie Verlust und Schäden auseinanderzusetzen.

Wir wissen, dass ein „Weiter wie bisher“ unvereinbar damit ist, Leben und die Gesundheit unseres Planeten an erste Stelle zu setzen – aber warum nicht sinnvolle Risiken eingehen und neue Wege erkunden? Wir haben bereits viel verloren, doch es gibt noch so viel wiederherzustellen. Ich bin sicher, dass das Engagement, mit dem meine Kolleginnen und Kollegen wissenschaftliche Diskussionen mit Jugendaktivismus und politischen Dialogen verbunden haben, nachgewirkt hat. Doch das endet nicht nach einer Woche – es ist eine fortlaufende, gemeinsame Anstrengung.

Storm Lewis

Storm ist Forscherin für Ernährungssouveränität, Netzwerkerin und Künstlerin. Mit der Kraft von Kunst und Wissenschaft setzt sich Storm für die wirtschaftliche Resilienz von Schwarzen, indigenen und People of Color-Landwirten ein. Ihre Arbeit wurde bereits auf Plattformen wie Taylor & Francis, dem Metropolitan Museum of Art, TEDx und der Comic-Serie World War 3 Illustrated vorgestellt.

Derzeit ist Storm Vorstandsmitglied des Hitchcock Center for the Environment, einer Umweltbildungsorganisation, die eine Kultur der Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit fördert. Sie ist außerdem die Gründerin von Storm Indigo L. Consulting LLC, wo sie Strategien zur Einbindung der Gemeinschaft, Forschungsdienste und Unterstützung bei der Leitung führender Umweltorganisationen anbietet. Zwei davon sind The Nature Conservancy und das Doris Duke Conservation Scholars Program. Storm hat einen Master of Environmental Science von der Yale School of the Environment und einen Bachelor of Arts vom Smith College.

Foto: Mayumi Sato

„Das Arctic Basecamp beschreibt die Arktis oft als Kontrollzentrum für das weltweite Klimasystem. Daher haben alle Gemeinschaften einen Anteil an der schnellen Erwärmung der Polarregion. Meine Verbindung zur Arktis rührt von den mehr als 200 Stunden, die ich als Freiwillige in Gärten in meiner Heimatstadt Brooklyn verbracht habe. Ich habe beobachtet, dass die zunehmende Hitze die Ernten verschiebt und gleichzeitig den städtischen Wärmeinseleffekt verschlimmert. Extreme Stürme haben auch zu verheerenden Überschwemmungen in New York City geführt. Ich habe auf diese Herausforderungen mit partizipativen Fördermaßnahmen und Forschung zur Ernährungssouveränität reagiert. Während meines Masterstudiums an der Yale School of the Environment untersuchte ich die drastischen Ungleichheiten in Bezug auf klimafreundliche Technologien und Kapital für den Klimaschutz für schwarze Landwirte.

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Umwelt-Philanthropien und Investoren ihre Entscheidungsmodelle radikal ändern, um Schwarze, indigene und People of Color-Landwirte zu unterstützen. Meine Identität als Forscherin, Künstlerin und Aktivistin ermöglicht es mir, Klimadaten und kreatives Geschichtenerzählen zu verbinden. Ich bin so dankbar für die Möglichkeit, Arctic Basecamp als Botschafterin zu vertreten und diese Botschaft auf Plattformen wie dem Weltwirtschaftsforum zu verbreiten.

In Davos hatte ich das Privileg, mit führenden Nachhaltigkeitsexperten auf dem Unleashing Impact: How Do We Turbocharge Action? Panel im SDG-Zelt zu sprechen. Außerdem habe ich die Bedeutung der Ernährungssouveränität bei der The Hub Culture Davos Morning Show und dem Youth Voices for the Planet Panel, das vom We Don’t Have Time Davos Hub veranstaltet wurde, hervorgehoben. Letztendlich wird die Förderung widerstandsfähiger lokaler Lebensmittelsysteme ein zentraler Weg sein, um die globale Erwärmung in der Arktis abzumildern und sich an sie anzupassen.“

Mariah Seater

Mariah ist Fulbright Arctic Initiative Scholar und Arctic Basecamp Polar Scientist in Residence. Sie lebt derzeit in Alaska und ist Doktorandin für öffentliche Gesundheit an der Tulane University.

Foto: Mayumi Sato

„Die Wissenschaft an die Macht zu bringen, ist nicht nur eine Verantwortung, es ist eine Notwendigkeit. Als lebenslange Alaskanerin und Gesundheitswissenschaftlerin bin ich der Meinung, dass wir die Daten aus der Klima- und Gesundheitsforschung zusammenführen müssen, und dass die Erkenntnisse mit den gelebten Erfahrungen verknüpft werden müssen, um sinnvolle und gerechte Lösungen zu finden. Nirgendwo wird dies deutlicher als in der Arktis, wo die Klimakrise keine ferne Bedrohung, sondern eine tägliche Realität ist.

Die Präsenz des Arctic Basecamp auf dem Weltwirtschaftsforum erinnert uns eindringlich daran, dass wir den Entscheidungsträgern die Wissenschaft immer wieder mutig und eindringlich vermitteln müssen. Auf dem WEF habe ich über die Notwendigkeit gesprochen, die Stimmen derjenigen zu stärken, die den Klimawandel aus erster Hand erfahren: Indigene und lokale Gemeinschaften, Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Menschen, die an vorderster Front der Umweltzerstörung leben. Diese Perspektiven sind nicht nur anekdotisch; sie sind wichtige Daten, die in die Politik auf höchster Ebene einfließen sollten.

Wie viele von uns bereits wissen, erwärmt sich die Arktis fast viermal so schnell wie der Rest des Planeten, mit kaskadenartigen Auswirkungen auf das Wetter, das wir jeden Tag erleben. Was viele jedoch nicht bedenken, sind die Auswirkungen, die dies auf Dinge wie Lebensmittelsicherheit, öffentliche Sicherheit, menschliche Gesundheit und geopolitische Stabilität hat.

Die Botschaften, die ich auf dem WEF verkündet habe, betrafen vor allem die Notwendigkeit, dass die politischen Entscheidungsträger über performative Verpflichtungen hinausgehen und strategische, auf Gerechtigkeit ausgerichtete Maßnahmen ergreifen. Es gibt Lösungen, aber sie erfordern politischen Willen, nachhaltige Investitionen und Partnerschaften, die lokales und indigenes Wissen als gleichwertig mit wissenschaftlichem Fachwissen respektieren. In meiner Arbeit lehne ich es ab, die Untätigkeit politischer Entscheidungsträger zu verurteilen. Stattdessen bin ich der Meinung, dass wir die Verantwortlichen dazu aufrufen sollten, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die auf Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und gemeinsamer Verantwortung beruhen.

Gerechtigkeit muss im Mittelpunkt unserer Reaktion stehen — Klimaanpassung darf nicht nur für die reichsten Nationen oder die privilegiertesten Gemeinschaften gelten. Das bedeutet, dass wir von indigenen Völkern geleitete Klimainitiativen finanzieren, von den Gemeinschaften getragene Gesundheitsmaßnahmen unterstützen und sicherstellen müssen, dass die arktischen Nationen die Last der Klimaschutzbemühungen nicht allein tragen müssen.

Wenn ich über die erzielten Fortschritte nachdenke, sehe ich sowohl eine Dynamik als auch verpasste Chancen. Es wird zunehmend erkannt, dass Klima und Gesundheit untrennbar miteinander verbunden sind, doch allzu oft bleibt die Politik auf sich allein gestellt, und die am stärksten Betroffenen sind von der Entscheidungsfindung ausgeschlossen. Wir müssen uns weiterhin für eine interdisziplinäre, sektorübergreifende Zusammenarbeit einsetzen, die Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger und Menschen an vorderster Front in einer echten Partnerschaft zusammenbringt.

Ich fordere die Beteiligten auf allen Ebenen — Regierungsvertreter, Forscher, Branchenführer und globale Institutionen — zu einem Umdenken auf: Von extraktiven Ansätzen zu wechselseitigen Beziehungen. Von kurzfristigen Lösungen zu langfristiger Resilienz. Von Top-Down-Mandaten zu gemeinschaftsorientierter Führung. Die Arktis ist unser Frühwarnsystem, und was hier geschieht, wirkt sich auf die ganze Welt aus.“

Stream von Youth Voices for the Planet – Day 1 – Davos Hub, 20. Januar 2025 auf der Website We Don’t Have Time Davos Hub.

Dr. James Grecian

James ist Postdoctoral Research Associate im Department of Geography der Durham University. Als Meeresökologe und Datenwissenschaftler konzentriert sich seine Forschung auf das Verständnis der Interaktion großer Meereswirbeltiere mit ihrer Umwelt.

In diesem Artikel veröffentlichen wir Passagen aus seinem Blogbeitrag, der am Mittwoch auf Shackleton.com erschien.

Foto: Arctic Basecamp

„Während das Treffen des Weltwirtschaftsforums selbst nur für einige wenige zugänglich ist, finden während der Woche Hunderte von Satellitenveranstaltungen in Davos statt. Im Arctic Basecamp haben wir ein volles Programm an Gesprächen und Veranstaltungen, das am Sonntagabend mit einem „Circle of Hope“ beginnt. Jugendbotschafter, führende Klimaschützer und Aktivisten versammeln sich um Feuerstellen, erzählen ihre Geschichten und diskutieren ihre Hoffnungen und Wünsche für die kommende Woche.

In den letzten drei Jahren haben die Schweizer Gletscher mehr Eis verloren als im 30-jährigen Zeitraum zwischen 1960 und 1990. Bei einem Spaziergang durch Davos fallen die Widersprüche ins Auge. Gegenüber dem Climate Hub staut sich fast ununterbrochen der Verkehr von Luxus-Geländewagen auf der Straße — viele davon mit Fahrern, die ihre Motoren laufen lassen, während sie darauf warten, dass die Passagiere ihre Besprechungen in den verschiedenen Pop-up-Stores und „Landhäusern“ beenden, die während dieser Woche die Hauptstraße einnehmen. Rund 1.000 Privatjets fliegen von den Flughäfen in Davos ein und aus, während Hubschrauber im Tal auf- und abschwirren. Währenddessen blockieren Klimaaktivisten den Verkehr auf den Straßen, die in die Stadt führen.

[…]

Von der Krise der biologischen Vielfalt höre ich jedoch fast nichts. Die einzige Erwähnung findet in einer Sitzung statt, in der der Weg Brasiliens zur COP30, der UN-Klimakonferenz, die später in diesem Jahr in Belém stattfinden soll, skizziert wird. In dieser Sitzung höre ich inspirierende und leidenschaftliche Worte von führenden Persönlichkeiten, darunter die ehemalige brasilianische Umweltministerin Isabella Teixeira, aber wir sind in einem Nebenraum des SDG-Zeltes eingepfercht. Ich befürchte, dass sich diese Diskussionen nicht in der breiteren WEF-Gemeinschaft widerspiegeln werden.

„Eine der Strafen der ökologischen Erziehung ist, dass man allein in einer Welt der Wunden lebt. Ein Großteil der Schäden, die dem Land zugefügt werden, ist für Laien nicht sichtbar.“

Aldo Leopold, amerikanischer Naturforscher

Link zu seinem vollständigen Blogbeitrag: https://shackleton.com/en-de/blogs/articles/an-ecologist-s-guide-to-davos

Julia Hager, Polar Journal AG

Link zum Arctic Basecamp: https://arcticbasecamp.org/

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