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Eisbärenangriff auf Forscher in Ostgrönland

Dr. Michael Wenger 31. Juli 2024 | Arktis, Gesellschaft
Eisbärenbegegnungen in Ostgrönland sind aufgrund der spärlichen Bevölkerung eher selten. In diesem Jahr wurden aber einige Zwischenfälle in der Siedlung Ittoqqotoormiit gemeldet. (Archivfoto: Michael Wenger)

Bei einem Angriff eines Eisbären auf einen Mann in Ostgrönland am vergangenen Freitag wurde der Mann verletzt. Dies berichtete gestern die grönländische Rundfunkgesellschaft KNR.

Der Angriff erfolgte auf der Insel Traill Ø, rund 200 Kilometer nördlich der Siedlung Ittoqqotoormiit. Der Mann war Teil einer deutschen Forschungsgruppe, die auf der Insel Feldarbeiten durchgeführt hatten. Gemäss den Angaben wurde die Gruppe dabei von einem Eisbären gegen Mittag überrascht. Der Bär griff den Mann an und verletzte ihn. Die übrige Gruppe blieb beim Angriff unverletzt und konnte Hilfe in Ittoqqotoormiit alarmieren.

Die Polizei erklärte, dass der Mann nach dem Angriff zum nahegelegenen Flugplatz Mestersvig transportiert worden war und von dort aus nach Island ins Landspitali In Reykjavik gebracht wurde. Er befinde sich in einem stabilen Zustand, heisst es im Bericht weiter. Das restliche Team wurde ebenfalls evakuiert. Der Bär wurde nach dem Angriff erschossen

Die Attacke des Bären ist eine von mehreren Zwischenfällen in diesem Jahr, die in der Region gemeldet worden waren. Erst vor kurzem kamen zwei Bären in Ittoqqotoormiit um, nachdem sie in der Nähe des Ortes aufgetaucht und nicht verscheucht werden konnten. Der Bürgermeister der politischen Gemeinde Sermersooq hatte bei der Regierung eine Erhöhung der Abschussquote für Eisbären in diesem Jahr gefordert aufgrund der erhöhten Zahl von Begegnungen mit den Tieren.

Dr. Michael Wenger, Polar Journal AG

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