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Donald Trump: „Werden etwas in Bezug auf Grönland unternehmen, ob es ihnen gefällt oder nicht“

Marcel Schütz 4. Januar 2026 | Arktis, Breaking News, Grönland, Politik

09.01.2025 – Donald Trump gibt an, Grönland sichern zu wollen – „ob es ihnen gefällt oder nicht“

US-Präsident Donald Trump hat seine Forderung bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten aktiv in Bezug auf Grönland werden und notfalls auch harte Massnahmen ergreifen würden, um die strategisch wichtige Insel unter ihre Kontrolle zu bringen. „Wir werden etwas in Bezug auf Grönland unternehmen, ob es ihnen gefällt oder nicht“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus, wie mehrere Medien berichten. 

Trump begründete seine harte Rhetorik damit, dass Russland oder China die Insel übernehmen könnten, wenn die USA nicht handeln würden. „Wir wollen Russland oder China nicht als Nachbarn“, erklärte er und fügte hinzu, er bevorzuge zwar eine Einigung – „den einfachen Weg“ –, „aber wenn wir es nicht auf die einfache Weise machen, dann auf die harte Weise“. 

Auf Nachfrage nach einem möglichen Kaufpreis für Dänemark sagte Trump, derzeit rede er noch nicht über Geld, „aber vielleicht später“. 

Trump bezeichnete die Kontrolle über Grönland als eine nationale Sicherheitspriorität der USA und argumentierte, die bestehende amerikanische Militärpräsenz reiche nicht aus, um langfristige Sicherheit zu gewährleisten. Er betonte, man müsse das Gebiet besitzen, nicht nur verteidigen. 

Dänemark und europäische Verbündete reagierten weiter empört auf Trumps Aussagen und betonten, dass Grönlands Zukunft allein von dessen Bevölkerung und dem dänischen Königreich bestimmt werden müsse.

06.01.2025, 22:00 Uhr – US-Präsident Donald Trump hat erneut erklärt, dass Grönland eine „nationale Sicherheitspriorität“ für die Vereinigten Staaten darstellt.

Dies teilte das Weisse Haus in einer schriftlichen Stellungnahme mit, über die Reuters berichtet.
Die Erklärung erfolgte als Antwort auf mehrere Fragen der Nachrichtenagentur.

„Präsident Trump hat klargestellt, dass der Erwerb Grönlands eine nationale Sicherheitspriorität für die USA ist“, heisst es in der Stellungnahme.

Weiter wird ausgeführt, dies sei entscheidend, um Gegner der Vereinigten Staaten in der Arktisregion abzuschrecken.

Zudem heisst es, Trump bespreche gemeinsam mit seinem Team verschiedene Möglichkeiten, dieses „wichtige aussenpolitische Ziel weiterzuverfolgen“.

„Und selbstverständlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs jederzeit als Option zur Verfügung“, heisst es weiter in der Erklärung laut Reuters.

06. Januar 2025 – Stephen Miller bekräftigt harte US-Position in CNN-Interview

Stephen Miller, Ehemann von Katie Miller und enger Berater von Donald Trump (stellvertretende Stabschef), hat in einem Interview mit dem US-Sender CNN heute Nacht die Haltung der US-Regierung in der Grönland-Frage erneut unterstrichen. Dabei stellte Miller offen infrage, auf welcher rechtlichen Grundlage Dänemark Anspruch auf Grönland erhebe, und fragte weiter, wie Grönland zu einer dänischen Kolonie wurde.

Miller erklärte, es sei seit Beginn der aktuellen Trump-Administration – und bereits während Trumps erster Amtszeit – offizielle Position der Vereinigten Staaten, dass Grönland Teil des amerikanischen Sicherheitsapparats sein sollte. Zwar wies er die Idee einer militärischen Intervention ausdrücklich zurück, fügte jedoch zugleich hinzu, dass „niemand militärisch gegen die USA kämpfen“ werde, wenn es um die Zukunft Grönlands gehe.

Zur Begründung führte Miller an, dass die USA als führende Macht innerhalb der NATO die Kontrolle über Grönland benötigten, um die Arktis zu sichern und die strategischen Interessen des Bündnisses zu schützen. Äusserungen der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, wonach im Falle eines US-Angriffs auf ein anderes NATO-Land alles aufhören würde, wies Miller zurück.

Der USA-Korrespondent des dänischen Rundfunks DR wertet Millers Aussagen als deutliches Signal dafür, dass es sich nicht um blosse Rhetorik handelt, sondern um einen festen Bestandteil der US-Regierungspolitik. Zwar stelle das Interview keine neue Eskalationsstufe dar, es unterstreiche jedoch, dass Washington seine Ambitionen in Bezug auf Grönland langfristig und konsequent verfolgt – unabhängig von Einwänden aus Dänemark oder Grönland.

05.01.2025 – An Bord der Air Force One wollte Donald Trump zunächst nicht über Grönland sprechen.
Auf die Frage eines Journalisten, ob er in der Grönland-Frage „zur Tat schreiten“ wolle, wich der US-Präsident aus.

„Ich will nicht über Grönland sprechen. Ich will über Venezuela, Russland und die Ukraine sprechen“, sagte Trump.

Doch ganz ließ ihn das Thema nicht los. Wenig später kam er selbst darauf zurück und nannte einen auffälligen Zeitrahmen: „Wir werden uns in etwa zwei Monaten um Grönland kümmern. Lassen Sie uns in 20 Tagen über Grönland sprechen.“ Warum er genau diesen Zeitraum wählte, ließ Trump offen.

Inhaltlich bekräftigte der Präsident jedoch erneut seine sicherheitspolitischen Argumente.
Grönland sei aus Sicht der USA von zentraler Bedeutung für die nationale Sicherheit. „Wir brauchen Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit“, sagte Trump und behauptete, die Region sei derzeit von chinesischen und russischen Schiffen geprägt.

Zugleich äußerte er Zweifel an der Rolle Dänemarks. Das Land werde nicht in der Lage sein, die sicherheitspolitischen Herausforderungen in Grönland zu bewältigen, so Trump. Spöttisch fügte er hinzu, Dänemark habe kürzlich lediglich „einen Hundeschlitten“ zur Erhöhung der Sicherheit hinzugefügt. „Das ist wahr. Sie hielten das für einen guten Schritt“, sagte er vor den anwesenden Journalisten.

Auch die Europäische Union bezog Trump in seine Argumentation ein. „Die EU braucht es, dass wir es bekommen“, sagte er mit Blick auf Grönland. „Und das wissen sie auch.“

Wann und in welcher Form die USA das Thema Grönland weiterverfolgen wollen, blieb offen. Klar wurde jedoch: Trotz anfänglicher Zurückhaltung misst Trump der arktischen Insel weiterhin große strategische Bedeutung bei.

04.01.2025Provokanter Grönland-Post sorgt für diplomatische Verstimmung

Ein Social Media Beitrag von Katie Miller hat am 3 Januar 2025 internationale Kritik ausgelöst und weitere geopolitische Spannungen rund um Grönland entfacht. Miller ist eine US-amerikanische Kommunikationsberaterin, die während der ersten Präsidentschaft von Donald Trump unter anderem als Sprecherin im Heimatschutzministerium sowie im Umfeld des damaligen Vizepräsidenten Mike Pence tätig war und bis heute dem Trump-nahen politischen Lager zugehört. Sie ist die Gattin von Stephen Miller, einem der einflussreichsten und umstrittensten Berater von Donald Trump. Er war an der Ausgestaltung der US-Einwanderungspolitik beteiligt.

Auf der Plattform X veröffentlichte sie ein Bild von Grönland, überlagert mit einer US-Flagge und dem Wort „SOON“:

Der Post wurde vielfach als provokative Andeutung interpretiert, die an frühere Äusserungen Trumps anknüpft, der immer wieder grosses Interesse an Grönland bekundet. Obwohl es sich um eine private Veröffentlichung handelte, wurde sie aufgrund von Millers politischer Vergangenheit und ihrer öffentlichen Rolle als politisches Signal verstanden.

Aus Dänemark und Grönland folgte umgehend Kritik. Diplomatische Vertreter betonten die territoriale Integrität Grönlands sowie dessen Status als selbstverwaltetes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark. Der Tonfall des Beitrags sei unangemessen und ignoriere die politische Realität sowie die Interessen der grönländischen Bevölkerung, hieß es aus diplomatischen Kreisen.

Der „X“ Beitrag wurde mitlerwiele wieder entfernt.

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